Arnes Infos – Kutscherhausküche

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Dieses Thema enthält 11 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anonym vor 2 Jahre.

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  • #1017

    Arne Ingwersen
    Teilnehmer

    Arnes Infos

    Nach Lust und Laune – unregelmäßig

    Hallo Öffentlichkeit,

    ich wende mich an Euch, um meiner Verzweiflung und Resignation über die Entwicklung auf Schloss Gersdorf einen gewaltfreien Raum zu geben. Im besten Falle finde ich auf diesem Wege Verständnis und Mitstreiter. Im schlechtesten Falle erkenne ich meine falschen Gedanken und unrealistische Vorstellungen und werde die Konsequenzen ziehen – Auszug oder Psychatrie. An dieser Stelle könnt Ihr deshalb in unregelmäßgen Abständen, spontan und sicherlich Anlaßbezogen, meine Gedanken und Vorstellungen über die tägliche Entwicklung der Kooperative Schloss Gersdorf lesen.

    Emotionale Ausbrüche und Schläge unter die Gürtellinie versuche ich zu vermeiden. Versprechen kann ich das aber nicht. Sachlichkeit und konzeptionelles Denken versuche ich zu verfolgen. Wenn ich davon abweiche, bitte ich Euch um Erinnerung. Die Nennung von Vornamen wird von mir als datenschutzrechtlich grenzwertig und emotional heikel gesehen, aber lässt sich wahrscheinlich nicht immer vermeiden, um Machtverhältnisse aufzuzeigen und Klarheit für den Leser zu garantieren. Die Praxis wird es zeigen.

    Ansonsten wünsche ich Euch viel Spass beim Lesen und freue mich über jeden Kommentar. Doch kommen wir jetzt zum ersten Thema, hochaktuell und emotional beladen:

    Arnes Infos – Die Neue Kutscherhausküche.

    Das Kutscherhaus soll eine neue Küche im Erdgeschoss bekommen, die zum einen als Gemeinschaftsküche, vielleicht Zweitküche, der Kutscherhausmieter dienen soll, wie auch zur Weiterverarbeitung von größeren Mengen an Obst, Gemüse und allen weiteren denkbaren Lebensmitteln. Soweit die Entscheidung des Plenums.

    Bei den Fragen „Wer baut, wie teuer, welcher Standard, welche Baustoffe, welche Arbeitsmöbel – zusammengefasst welches Konzept?“ gab es an das Plenum wenig konkrete Infos und somit auch keinen Beschluss. Wir müssen also unseren Mieterkonsens zu Rate ziehen, den wir im Laufe der letzten Jahre formuliert haben. Zwei Regeln sind in diesem Fall anwendbar und lauten folgendermaßen:

     

    Baukonsens: Wer etwas baut ohne Zustimmung des Plenums muss damit rechnen, dass es bei späterer Nicht-Zustimmung von der Person zurück gebaut werden muss. Anspruch am Platz ist ein ökologisch nachhaltiges Bauen.

    Der ökologische Mindestanspruch

    Als Gemeinschaft wollen wir „umweltverträglich“, also verantwortungsbewusst leben. Wir verwenden für die Sanierung der eigenen Räume und der Gemeinschaftsräume nachhaltige Baustoffe.

    Jetzt hat ein Mieter auf eigene Initiative hin, und aus Interesse am Speisen zubereiten, mit dem Bau angefangen. Er hat sämtliche Baumaterialien besorgt, gekauft oder noch gehabt und angefangen, diese zu verbauen. Fertig ist die Decke aus Lagerhölzern, Plastikfolie und Holzlaminat und und die Wände sind mit Lagerhölzern versehen. Jetzt fehlen nur noch die Gipskartonplatten, die Fliesen vom Boden bis zur Decke und das Silikon in den Dehnungsfugen. Der Kohleofen muss noch rein und Zement als Fensterbrett. Dann wäre sie fertig. Unsere Gross-Küche…

    Glücklicherweise hat Arne das gesehen und sich auf die beiden oben genannten Regeln berufen. Daraufhin wurde vom Plenum ein Baustopp bis zum Besuch des Hygieneamtes verfügt. Soweit so gut.

    Jetzt war das Hygieneamt gestern da und hat ihre Sichtweise erläutert. Bis in 2m Höhe abwaschbar und Keimfrei. Kein Holz, wenn Metall, dann Edelstahl.

    Und jetzt????? Denn Arne hat eine ganz andere Vision, die auch den hygienischen Auflagen gerecht wird: Alten Kalkputz von Farbe befreien und ausbessern, notfalls lotrecht dünn aufputzen, darauf bis in 2m Fliesen mit historischem Design. Vielleicht Gebrauchte? Darüber und an der Decke Kalkputz mit Kalkfarbe. Muss man natuerlich jährlich kalken. Und den Fussboden aus Naturstein oder Ziegel. Natürlich mit Trasskalk als Fuge und Schaumglas als Unterbau. Vielleicht einen tollen Holzofen. Besser noch wasserführend.

    Sicherlich wird das Material teurer, vielleicht ist es mehr Arbeit, auch wenn es mir nicht so scheint. Vielleicht muss mehr recherchiert und KnowHow angesammelt werden. Vielleicht muessen mehr Personen sich der Baustelle annehmen.

    Aber ist es uns das nicht Wert? Haben wir die Nachteile der ökologischen Bauweise bei der Formulierung unserer Regeln nicht gewusst? Oder ignorieren wir sie jetzt aus Bequemlichkeit und Kostengründen? Ist es ökologischer, die besorgten Baustoffe zu verbauen, als Rückbau und Entsorgung? Wie soll der Kompromiss beider Vorstellungen aussehen? Historische Fliesen mit moderner 70er-Jahre-Billig-Sanierungs-Decke? Wie lautet unsere Rechtfertigung gegenüber externen Kritikern; seien es Besucher, Förderer oder Direktkreditgeber? Wie können die Vertreter beider Stilrichtungen weiter zusammen an der Entwicklung von Schloss Gersdorf arbeiten? Setzt sich am Ende derjenige durch, der selbstlos gibt und kostenlos macht, aber dabei Regeln missachtet und Werte nicht teilt?

    Ich hab keine Ahnung…und Ihr? Anregungen ausdrücklich erwünscht, Unterstützung gesucht. Bis bald. A.I.

     

    #1021

    Rainer Hirsekorn
    Teilnehmer

    Seid gegrüßt liebe Schlossbesitzer. Tja, interessante Neuigkeiten bei Euch und Hut ab dieses Thema online zustellen. Es fiel mir bei meinen mehrmaligen Besuchen bei Euch nicht immer leicht Gedanken, Sichtweisen, Argumente zu teilen. Und ich bin immer noch skeptisch , ob z.B ich soviel Basisdemokratie vertragen könnte. Demokratie ist so schon schwer genug, wenn es dann auch noch immer einstimmig sein muss, kann das sehr sehr langwierig, behindernd und im Ergebnis sehr frustrierend sein. Ich teile auch nicht bedingungslos die Liebe zu alternativen Lebensweisen, vegetarischer Ernährung, alternativen Heilmethoden und einiges anderes Mehr. Weil, das macht Mühe und Arbeit . Aber ich stehe dem aufgeschlossen gegenüber und akzeptiere es wenn Menschen sich alternativ, sozial und ökologisch orientieren. Es sollte aber auch immer auch umgekehrt der Fall sein.
    Ich bewundere Euer gesamtes Projekt, den Mut es anzugehen und es zu leben. Unter diesem, eurem eigenen Anspruch nach, Gesichtspunkt finde ich persönlich Arnes Bedenken mehr als legitim. Bewundert habe ich immer diese Denkweise und auch die Ausführung alternativer , ökologischer und nachhaltiger Ausführung bei der Anlage des Gartens, dem Wiederaufbau des Torwächterhauses, die Idee der Wiederherstellung der Tanzlinde vor dem Schloss, der denkmalgerechten Sanierung des Balkons, dem Schneiden der Weiden , der ökologische schonende Umgang und althistorischer Umgestaltung des Parks. Ja, all das find ich bemerkenswert und verdienstvoll.
    Deshalb , um Eures eigenen Anspruchs willen, fände ich es richtig diesen Weg auch in der Küche im Kutscherhaus zugehen. Ungeachtet der Schwierigkeiten. Die Frage bliebe welchen Anspruch man an die zugrunde liegende Zeitepoche legt die die Küche widerspiegeln soll . Hier wären m. E. Kompromisse möglich. 1800, 1900, 1930. Erste Hälfte 20. Jahrhundert . Daran könnte man sich m.E. nach orientieren und auf Kalkputzwände verzichten. Ansonsten leben wir nicht mehr in diesem Jahrhundert, wollen die Errungenschaften jetzt nutzen und ihr müsst einen Kompromiss zwischen eurem Anspruch und den heutigen Bestimmungen, Vorschriften und Annehmlichkeiten finden.
    Demokratie ist IMMER Kompromiss.
    Ich wünsche Euch alles Gute, eine gute Lösung ohne, dass du Arne ausziehst oder in die Klapse gehst. Ich will Euch nächstes Jahr auf jeden Fall wieder besuchen. Momentan würde ich sogar mehr wollen.
    Freundschaft Euer Rainer
    …. und für alle , die es mögen eine tolle Advents- und Weihnachtszeit.

    #1020

    Madlen Abel
    Teilnehmer

    Hallo liebe Gersdorfer und speziell Arne,

    deine Bedenken kann ich sehr gut nachvollziehen, vor allem da ich das Erdgeschoss im Kutscherhaus kenne und in Erinnerung hatte, dass das Mauerwerk nicht gerade trocken war. Neben den ästhetischen Bedenken, die ja immer subjektiv sind, kommen mir vorallem bauphysikalische. Nach deiner Beschreibung soll Gipskarton an, meines Wissens, nicht trockengelegtes Mauerwerk?! Schimmelproblematik in einer Großküche, wo ja auch viel Feuchtigkeit anfällt, ist so vorprogrammiert. Der von dir gedachte Bodenaufbau kommt mir sehr sinnvoll vor. Ich dachte früher auch, dass die bauphysikalischen Vorgänge in Gebäuden von den Fachleuten etwas hochgespielt werden. Durch eigene Erfahrung – ihr wisst! – muss ich nun feststellen, dass mit Feuchtigkeit und Materialien, die mit Verfall auf Feuchtigkeit reagieren, nicht zu spaßen ist. Somit ist die Frage, was davon jetzt mehr Kosten verursacht: eine schnelle konventionelle Sanierung mit voraussichtlichem Abriss in 5 bis 10 Jahren (wegen Feuchtigkeit) oder ein durchdachtes auf Langfristigkeit angelegtes Konzept.

    Mit lieben Grüßen

    Madlen

    #1026

    Roni von Oben
    Keymaster

    Hallo,
    nachfolgend sende ich hier die Beiträge zu „Arnes Infos“ die per Mail hier rein gekommen und noch vorhanden sind. Diese Nachrichten stelle ich hier ein auf Wunsch vieler, auch der Verfasser, da alle alle Nachrichten gern lesen würden.

    Also, viel Spaß beim Lesen wünscht
    RvO

    #1027

    Roni von Oben
    Keymaster

    Von Nora Jesswein gesendet am 15.11.2015 um 20:08

    Liebe Schlossbewohner, lieber Arne,

    Nach Erhalt deiner/ eurer E-Mail möchte ich Folgendes antworten, unter der Berücksichtigung, dass ich in Bauangelegenheiten wenig fachliches und auch praktisches Wissen und Verständnis habe!!!
    Meines Erachtens gibt es 3 Ebenen des Problems. Die objektive / rationale Ebene
    Die subjektive / emotionale Ebene
    Und das Problem des Kompromisses vs. Ideal

    Die objektive Ebene ist relativ schnell abgehandelt. Ihr habt einen ökologischen Mindestanspruch , ihr formuliert den Baukonsens. Sicher ist dieser Anspruch nicht immer leicht, schnell, preiswert und hindernisslos, aber, wie in der Mail zu lesen, durchführbar. Soweit so gut.

    Das eigentliche Problem, was ich herauslesen konnte, ist emotionaler / subjektiver Natur. Ich glaube an dieser Stelle sollte zuerst versucht werden nachzuvollziehen, wie es möglich war / ist, dass ihr in solch eine Situation gekommen seit.. Trotz eindeutig formulierten Konsens. Ich gehe davon aus, dass jeder Bewohner den Mietkonsens kennt und zustimmend angenommen hat! Sicher ist auch nicht davon auszugehen, dass sich ein Bewohner bewusst darüber hinwegsetzt oder wissentlich dagegen handelt. Wie konnte es nun geschehen, dass ein Bau im Sinne der Gemeinschaft, im guten Willen und uneigennützig so (ökologisch) schief geht? Ist dieser Mietkonsens im Alltag und der Wirklichkeit untergegangen? Hat sich von Beginn an kein Zusätzlicher für das Bauvorhaben interessiert? Oder doch? Gibt es eine “ Kleingruppe “ Bau/ Umbauvorhaben, die eben solche zu begrüßenden und wertvollen Vorhaben, bekleidet, berät und unterstützt? Wie begründet der Bauherr sein unökologisches Bauen?
    Dies und weitere aufkommende Fragen sollten geklärt werden, bevor auf eine Lösung hingearbeitet werden kann.

    Zur Lösung muss nun letztlich die Entscheidung zu Gunsten des Konsens / des Ideals ökologisch zu bauen oder eben zu Gunsten des Kompromisses bestehendes Eingebautes zu lassen und nächste Schritte ökologisch Weiterzudenken. Doch eins ist deutlich raus zu lesen: ein “ fauler “ Kompromiss wird weiterhin vor sich hin Faulen und der Preis dafür könnte das Verlassen eures gemeinsam beschlossenen Weges sein.

    Dass nun der Bau und die Rohstoffe wahrscheinlich unnütz angeschafft worden sind ( vielleicht gibt es noch Möglichkeiten sie Dritten zu vermachen) , der Bauherr Arbeitskraft, Zeit und Visionen zunächst aufgeben muss, ist bitter und Preis genug… Vielleicht wäre ein Kompromiss, welcher den Mietkonsens rissig werden lässt zusätzlich dann noch zu viel. Die Entscheidung liegt letztlich bei euch, aber unterstützt und beratet euch vielleicht einmal mehr, bevor die Gefahr besteht, aktive und fähige Menschen zu “ verprellen“ und ihr eure durchaus realisierbare Idee / Ideologie der Ökologie aufgebt. LG und viel Kraft!

    Diese Nachricht wurde von meinem Android Mobiltelefon mit WEB.DE Mail gesendet.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 10 Monate von  Roni von Oben.
    #1029

    Roni von Oben
    Keymaster

    Von Maik (Mikesch) Hermann gesendet am 16.11.2015 um 18:31

    ich finde es grass, dass du da menschen rein ziehst, die nun wirklich kaum bezug
    zu uns haben.
    wenn du so einen redebedarf hast, warum hast du dann am donnerstag beim letzte
    plenum deinen mund nicht aufgemacht?? ich hatte gefragt, ob noch jemand einen top
    hat. du hast „NÖ“ Gesagt. War wohl nicht ganz richtig.

    ich habe nicht mal ein plenum mitbekommen, wo es ausführlich zu dem thema
    „küche Kutscherhaus“ / nachhaltigfes bauen ging. ich teile deinen anspruch, mit
    nachhaltigen baustoffen ans werk zu gehen. doch ich kann mich nicht mit dir
    unterhalten. was mich besonders stört ist das gefühl, dass du mir/ den anderen
    nur izustimmen wirst, wenn ich / wir – egal zu welchem thema – dir umfänglich
    recht geben. das gab es schon mehrfach: du sagst „keiner versteht nmich“ und
    unterstellst damit, dass deinen gedankengangen keiner fogen kan. doch vielleicht,
    um mal wieder in den singualr zu kommen, verstehe ich dich ja sehr gut, bin aber
    nicht in allen punkten mit dir einer meinung.

    Was dann?

    das könnte man kompromiss nennen. willst du das? kannst du das? doch das ist
    wohl eher polemisch, denn wir machen ja alle täglich kompromisse.

    ich kann nur mich in meiner umgebung über die sprache orientieren. wenn keine
    ko,mmunikation stattfindet, dann bin ich orientierungslos. so geht es mir zum
    beispiel zum thema „Konzept wirschaften“. Da hab ich nun aufgeschrieben, wie der
    alltag derzeit „wirtschaftlich“ läuft und wo es hingehen könnte – doch eine
    diskussion fand nicht statt. Und von dir kam auch ein gespräch mit mir zustande.
    war es nicht das was du woltest? ein „konzept“?

    ich würde mich mit ronald und manferd und „x“ außerhalb des plenas über „das
    weitere werkeln“ am kutscherhaus unterhalten. „x“ sollte dann irgendjemand sein,
    der deine position kennt.

    ein letztes:

    nimm den beitrag vom Block. dort gehört er nicht hin. die seite ist da, um
    unsere gruppe darzustellen und nicht um darüber eine meinungsbildung zu führen.
    dafür ist – wenn überhaupt – die mail in ordnung. Also: löschen. Selbst wenn
    es dazu ein gespräch im plenum geben sollte – mein veto hast du sicher. und das
    würde nicht das einzige sein.

    am besten natürlich das gespräch.

    mikesch

    #1030

    Roni von Oben
    Keymaster

    Von Andre Bunde gesendet am 16.11.2015 um 18:11

    Moin aus Hamburg,
    ich habe ja letztes Wochenende den Raum besichtigt und konnte mir ein Bild machen.
    Ich fange mal zum Verständnis mit den Bauphysikalischengrundlagen an um Verständlich zu machen warum heute gerade im Trockenbau so gebaut wird. Das Hauptproblem ist Feuchtigkeit im Bauwerk, die dann bei beheizten Räumen das Schimmel und Pilzwachstum begünstigt. Arne du wars doch sogar mal Besitzer eines Biotops für Schimmel in Hamburg. Woher kommt Feuchtigkeit?
    Sie kommt praktisch von Überall. Bei Außenmauern natürlich von Außen. Dies wird und wurde schon immer mit Putzen verhindert. Durch das Fundament dringt Feuchtigkeit durch Kapilarwirkung nach oben. Wenn die Mauern nicht durch eine Wasserdichte Trennschicht vom Fundament getrennt sind zieht die Feuchtigkeit ungebremst nach oben. Aber auch von Ihnen durch die Anwesenheit von Mensch, Tier und auch Pflanzen wird Wasserdampf freigesetzt. Wird dann noch gekocht oder Produkte gelagert die ebenfalls Wasser an die Umgebungsluft abgeben ist davon auszugehen das die Raumluft einen sehr hohe Wasserfracht enthält.
    Im Neubau der Fachgerecht gebaut und keine Baufehler gemacht wurden dringt von Aussen keine Feuchtigkeit ein. Die Feuchtigkeit die im Inneren des Raums entsteht soll durch Dampfbremsen daran gehindert werden ins Mauerwerk zu gelangen und dann durch Lüftung wieder nach außen gelangen.
    Dächer und Isolierte Wände sind so konztruiert das es Hohlräume gibt an der Luft vorbeistreichen kann um Feuchtigkeit vom Baumaterial aufzunehmen und diese dann abzutranportiert. Gerade bei der Altbausanierung gibt es aber Probleme wenn Isoliert werden. Dann gibt es gerade hinter Schränken oder hinter Vorgebauten Regibswänden, wo die Feuchtigkeit durch Luftzirkulation nicht aufgenommen werden kann, Schimmel. Oder es gibt Wärmebrücken an der die Feuchtigkeit kondensiert und ins Mauerwerk eindringt.D.h. für den Raum im Kutscherhaus.Sind alle Wände trocken, auch die Aussenwand? Haben die Wände eine Trennschicht.Wenn nicht muss diese Physisch durch einbringen von Dachpappe zwischen Boden und Mauerwerk eingebracht werden oder chemisch durch Einspritzen. (Einsatz von Chemie läst sich in diesem Fall nicht komplett verhindern) Oder es wird durch ein Heizsystem das Mauerwerk permanent getrocknet. So das Feuchtigkeit nach Aussen gedrängt wird und dort von der Raumluft abtransportiert werden kann.Oder es muss darüber nachgedacht werden ob sich dieser Raum überhaupt für den angedachten Zweck eignet. Eine Verschallung einer feuchten Wand durch Regibs und Dampfsperre führt wie oben beschrieben zu Schimmel und dann zu Bau.- und Gesundheitschäden. Auch die Anwendung von Faserplatten oder sonstigen Nichtatmungsaktiven materialien ist nicht ratsam solange keine Zirkulation von Luft hinter der Wand gewährleistet werden kann. Dies erfordert einen größeren Abstand zwischen Wand und Verschalung und die Luft muss Unten hinter die Wand gelangen und oben auch wieder nach aussen gelangen. Der Raum würde dann aber kleiner werden, ist ja jetzt schon klein. Dieser Aufbau ist nötig weil auch durch die Fugen (bei Fließen) feuchtigkeit in die Wand gelangt, diese dann in der Wand kondensiert und die Fließen kommen einem dann wieder entgegen.
    Nachhaltige Lösung: Alle Wände müssen trocken sein, entweder durch Trennschichten oder durch eine Wandheizungen beheizbar sein, so das die Feuchtigkeit nach aussen gelangt. Dies ist auch kombinierbar, bzw. Aussenwand ist nicht so geeignet für eine Wandheizung. Dort muss eine Trennschicht eingebaut werden. Wände mit Ökoputz verputzen. Und so abziehen das keine Lunken und Beulen vorhanden sind. Die anderen Seite der Innenwände muss ebenfalls Atmungsaktiv bleiben und es dürfen keine Einbauten vorgenommen werden die die Luftzirkulation verhindern.
    Anstatt Fließen, 0,5mm Edelstahlblech direckt mit Dübeln und Schrauben (Edelstahl) mit der Wand verbinden. Die Höhe so wie bei den Fließen. Mit Küchensilikon alle Fugen und Schraublöcher verschließen. Lüftung: kann eine ausreichende Lüftung gewährleistet werden oder muss eine Absaugung installiert werden. Diese hätte den Vorteil das durch ein Wärmetauscher die Warmeluft die nach Aussengelangt noch genutzt werden kann. Decke: Dort gibt es mehrere Ökologische Varianten wie diese gebaut werden kann. Mit einer Dampfbremse (ist keine Dampfsperre, Klimafolie) und dann einfach mit Holz verschalt. Die jetzt benutzte Folie ist eine Dampfsperre.
    Ofen: ein Ofen im Raum würde den bescheidenen Platz ja noch verkleinern. Ausserdem würde er ja nur angemacht wenn sich jemand im Raum befindet. Die Feuchtigkeit dringt aber 24 Stunden am Tag ein. Ohne ein Heizungssystem lassen sich aber auch keine Wandheizungen betreiben. Daher muss eine Ökologisches Heizungssystem installiert werden.
    Übrigens ist die Verbrennung von Kohle auch nicht ökologisch verantwortbar.
    Gruß, André

    #1031

    Roni von Oben
    Keymaster

    Von Heiki vom Kloster Posa gesendet am 16.11.2015 um 10:44
    Dies ist eine Antwort auf eine Nachricht die ich nicht mehgr finden kann.

    Spontanreaktion auf Frage von Nadja zur Veröffentlichung ArnesInfos
    KlosterPosa. November 2015 10:44:26 MEZ

    Nadja Müller Betreff: Re: brauch euer feedback
    Frage: Hat derText auf der Seite etwas zu suchen?

    mal ganz spontan ohne lange darüber zu diskutieren
    Kloster Posa: Ich finde Persönlichkeitsrechte sollten hier absolute Priorität über Befindlichkeiten haben. Antwort: lautet meiner Meinung nach NEIN. Das solltet ihr intern klären, zur Not auch mal moderiert (kann ich auch versuchen jemanden zu vermitteln). Grundsätzlich würde ich nach außen hin das Projekt Gersdorf repräsentieren und gerne auch mal ein paar Einblicke ala wir bauen eine neue Küche posten, allerdings halte ich nix von persönlichen … was auch immer. Mir scheint es als ist es schon sehr festgefahren und wahrscheinlich zoffen sich die beiden auch ziemlich heftig, das solltet ihr unbedingt bearbeiten, aber nicht in die Öffentlichkeit tragen.

    Nadja Müller sollte man den ökol. anspruch runterschrauben bzw. kompromissbereiter werden gestalten?:

    Kloster Posa: Hier würde ich persönlich sagen Nein. ihr habt das Knowhow es besser zu machen, dann tut es. Geld ist normalerweise genug da, man muss es nur finden ;). Gerade bei so „Gemeinschaftsaktionen“ sollte man sich seinen Idealen treu bleiben. Manchmal ist es vllt sinnvoll Ausnahmen zu machen, da kann man sicher drüber reden, aber Alleingänge sind da nicht angebracht (mir fällt da zB eine Wand ein, die nur mit extrem großen Aufwand ökologisch saniert werden kann, oder eben mal schnell mit „normaler Wandfarbe“ überpinselt wird, weil es für die nächsten 3 Jahre auch ausreicht).

    Nadja Müller: was macht man mit menschen die sich nicht an unsere (wenigen) Reglen halten?

    Kloster Posa: Reden? Vermitteln? Überzeugen? Warum halten sie sich nicht daran? Was steckt dahinter? Unzufriedenheit? keine Klarheit der Regeln?Persönliche Interessen (lassen die sich anders lösen)? Zeitmangel (…es muss jetzt mal was passieren und alleine schaff ich es nicht so schnell wie es sollte, Also entscheide ich mich für den einfachen Weg, Plastefolie rein und Laminat drüber.
    Holzboden würde mind. doppelt so lange dauern…) – Abhilfe könnte zB sein, ein Gruppenbauprojekt daraus zu machen, wo sich alle mal zeitnah mit einbringen
    so wahrscheinlich nicht viel neues aber mal ne Meinung von außen
    heiko

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 10 Monate von  Roni von Oben.
    #1033

    Roni von Oben
    Keymaster

    Von Torsten vom Koster Posa gesendet am 18.11.2015 um 19:06

    Hallo,

    mit dieser Situation an die Öffentlichkeit zu gehen erfordert Mut, zeigt
    aber auch die Verzweiflung. Im ersten Moment wirkt dies übergriffig im
    Sinne einer internen geschützten Kommunikation. Aber im zweiten: ich
    denke, hier übernimmt jemand Verantwortung (auch für die Gruppe), stößt
    einen Prozess an (ja, sicher radikal) und kämpft für Werte in einer
    Gemeinschaft (das ist existenziell).
    Es klingt nach einer sehr komplexen Situation in der unterschiedliche
    Bedürfnisse zusammenkommen. Ich denke, für eine Gemeinschaft ist es gut,
    einen Konsens über Regeln – wie die Verwendung von Baustoffen – zu
    haben. Diesen gibt es anscheinend (oder gab es) und somit ist die
    Enttäuschung der Personen die darauf vertrauen verständlich, wenn diese
    Regel nicht eingehalten wird. Auf der anderen Seite sind Regeln nichts
    starres und müssen immer wieder neu verhandelt werden, vor allem wenn
    neue Menschen in eine Gemeinschaft kommen. Anscheinend gab es diesen
    Diskurs nicht vorher und neue Werte konnten nicht gemeinsam ausgehandelt
    werden. Ihr habt jetzt einen Baustopp. Das ist gut und zeigt, es gibt
    Dinge die funktionieren und auf die ihr euch verlassen könnt. Nutzt die
    Zeit für den Diskurs. Eventuell ist es gut, mit externen Personen einen
    Gruppenworkshop zu machen, um die Emotionen ein Stück zurück zunehmen
    und sachlich zu argumentieren. Die Frage, welche Materialien ihr in
    Zukunft am Bau verwendet, müsst ihr selbst beantworten. Es gibt viele
    Möglichkeiten, auch mit ökologisch verträglichen Baustoffen zu arbeiten
    und Hygienestandards zu erfüllen. Es gibt auch die Möglichkeit der
    Kompromisse, eventuell räumlich oder auf bestimmte Gewerke beschränkt.
    Ich finde, ein gutes Praxis-Beispiel für die Balance zwischen
    gesetzliche Hygiene-Standards und nachhaltigem Denken ist die
    Neusseenmühle in Berndorf bei Groitzsch.
    http://neuseenmuehle.de/Über/cafe/index.html

    Viele Grüße aus Posa
    Torsten

    #1034

    Roni von Oben
    Keymaster

    Von Arne am 16.11.2015 um 21:23
    Offensichtlich eine Antwort auf eine Nachricht von Mikesch

    Hallo Maik

    Also Maik, reden wir:
    gleich vorgweg: nicht ich habe das reden eingestellt, sondern du in deiner reaktion auf meine direkkreditkuendigung. „Toll fomuliert aber inhaltlich falsch“.
    ansonsten antworte ich dir jetzt als mitbewohner. als reporter würde ich deinen leserbrief  unkommentiert online stellen, was ich mir auch vorbehalte. er spricht bände…

    ich finde es grass, dass du da menschen rein ziehst, die nun wirklich kaum bezug zu uns haben.

    ich informiere möglicherweise interressierte, nämlich die öffentlichkeit, zu denen ich Freunde des Hauses auf jeden fall zähle.

    wenn du so einen redebedarf hast, warum hast du dann am donnerstag beim letzte plenum deinen mund nicht aufgemacht?? ich hatte gefragt, ob noch jemand einen top hat. du hast „NÖ“ Gesagt. War wohl nicht ganz richtig.

    3. punkt: bei den vorhandenen plenumsteilnehmern hatte ich nicht den glauben auf unterstützung zu diesem heissen thema. das thema verwalterhaus hat mir recht gegeben

    ich habe nicht mal ein plenum mitbekommen, wo es ausführlich zu dem thema „küche Kutscherhaus“ / nachhaltigfes bauen ging.

    eben, wie konnte es dazu kommen? siehe dazu auch noras mail im postfach…

    ich teile deinen anspruch, mit nachhaltigen baustoffen ans werk zu gehen. doch ich kann mich nicht mit dir unterhalten.

    da fehlt mir jetzt der zusammenhang. zwei themen. zum ersten: super

    was mich besonders stört ist das gefühl, dass du mir/ den anderen nur izustimmen wirst, wenn ich / wir – egal zu welchem thema – dir umfänglich recht geben. das gab es schon mehrfach: du sagst „keiner versteht nmich“ und unterstellst damit, dass deinen gedankengangen keiner folgen kann.

    es liegt nicht in meinem willen und auch nicht in meiner verantwortung euer/dein gefühl zu verändern. ich appelliere an den verstand. du nennst mich kompromisslos? wenn man an etwas glaubt, sollte man dafür kämpfen, zunächst kompromisslos. die praxis macht den kompromiss
    und „keiner versteht mich“ kann man unterschiedlich interpretieren. für mich ist es die verwunderung über die reaktion der plenumsteilnehmer zu ausführungen, von wem auch immer, wo wir wieder beim dritten punkt dieser mail sind.

    doch vielleicht, um mal wieder in den singualr zu kommen, verstehe ich dich ja sehr gut, bin aber nicht in allen punkten mit dir einer meinung.

    Was dann?

    das könnte man kompromiss nennen. willst du das? kannst du das? doch das ist wohl eher polemisch, denn wir machen ja alle täglich kompromisse.

    genau

    ich kann nur mich in meiner umgebung über die sprache orientieren. wenn keine kommunikation stattfindet, dann bin ich orientierungslos. so geht es mir zum beispiel zum thema „Konzept wirschaften“. Da hab ich nun aufgeschrieben, wie der
    alltag derzeit „wirtschaftlich“ läuft und wo es hingehen könnte – doch eine diskussion fand nicht statt. Und von dir kam auch kein gespräch mit mir zustande.
    war es nicht das was du woltest? ein „konzept“?

    was du da aufgeschrieben hattest, war mir bekannt. interessanter waeren die daraus folgenden schritte gewesen. die praxis…

    ich würde mich mit ronald und manferd und „x“ außerhalb des plenas über „das weitere werkeln“ amkutscherhaus unterhalten. „x“ sollte dann irgendjemand sein, der deine position kennt.

    das ist jetzt nicht dein ernst, oder?

    ein letztes:

    nimm den beitrag vom Block. dort gehört er nicht hin. die seite ist da, um unsere gruppe darzustellen und nicht um darüber eine meinungsbildung zu führen.
    dafür ist – wenn überhaupt – die mail in ordnung. Also: löschen. Selbst wenn es dazu ein gespräch im plenum geben sollte – mein veto hast du sicher. und das würde nicht das einzige sein.

    das verstehe ich jetzt als befehl inklusive einer drohung bei nichtbefolgen. ich denke immer mehr, das die darstellung unserer gruppe diese infos enthalten sollte. für besucher, kreditgeber, potentielle mieter, förderer hoch interessant. ist nicht alles rosarot hier.

    am besten natürlich das gespräch.

    gespräche mit klarheit, konsequenz und glaubhaftigkeit über die entwicklung von schloss gersdorf? JJJAAAA
    über esotherik, asylanten, aqua nostra, kinder und kochen bitte nicht. sind gerade nicht so mein thema…

    arne

    mikesch

    #1035

    Roni von Oben
    Keymaster

    Von Arne an alle, erstellt am 22.11.2015 um 18:24

    Arnes Infos – Kutscherhausküche
    Zwischen-Ergebnis
    Hallo liebeR LeserIn,
    meine eigenmächtige Veröffentlichung hat einen kleinen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der befürchtete Orkan blieb überraschenderweise aus. Eine starke Gruppe…
    Jetzt ist die Luft irgendwie klarer, eine große Wolke der Information schwebt über unseren Köpfen und die Aussicht auf einen friedlichen Ausgang wird besser. Danke für deine Gedanken und die zahlreichen Ratschläge. Sie werden sich im Endergebnis hofftentlich wiederfinden.
    Vom Plenum beschlossen ist bereits jetzt:
    Unser Mieterkonsens ist die ideelle Grundlage unseres Zusammenlebens. Sie muss beachtet und geachtet werden. Ausnahmen nach Beantragung sind möglich.
    Wir brauchen die Öffentlichkeit

    nach dem Sturm ist immer vor dem Sturm, aber diesen habe ich überlebt.

    #1139

    Anonym

    zum Thema Öffentlichkeit: zu dieser gehöre ich, da ich nie vorher etwas von Gersdorf hörte. Ich las den ganzen Thread. Natürlich verstehe ich, wenn man das nicht in der Öffentlichkeit haben möchte, aber es geht ja darum etwas zu kommunizieren. Und mit dieser Diskussion habe ich etwas erfahren! Gemeinplätze, Selbstdarstellungen sind ok, manchmal langweilig. Ich denke nicht, dass wir immer nur Fassade nach außen brauchen. Mein Respekt jedenfalls steigt, wenn jemand etwas von sich preisgibt.

    Ich (jeder) weiß, dass es in Gemeinschaften Unstimmigkeiten, Konflikte etc. gibt. Und nun kann ich mir ein wenig vorstellen, wie Ihr damit umgeht. Das finde ich gut denn genau das ist die Kernfrage in punkto Kollektiv. Denke ich.
    Falls ich Euch jemals besuchen werde, werde ich gegen keinen der Akteure etwas haben, im Gegenteil, da werden welche sein, die ich schon irgendwie kenne. Diese menschlichen Dinge gepaart mit der Baubiologie, hat doch einiges mit dem richtigen Leben zu tun….

    Danke
    Viele Grüße
    und ganz viel Glück mit der Kooperative!!
    sibylle

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