Situationsbeschreibung aus Sicht der KutscherhausbewohnerInnen

Januar 2018, „Gersdorf“ immer noch im Rückzug…Jetzt leben gerade sieben Erwachsene und zwei Kinder in drei Häusern. Nach mehreren schmerzlichen Auszügen und einer E-Mail-kaskade nach einem Hilferuf hier erstmal ein Dankeschön an alle BegleiterInnen und Mitmenschen. Durch die vielfältigen Solidaritätsbekundungen haben wir Mut und genügend Anstoß, uns folgenden Fragen zu stellen, welchen wir auch nach und nach auf den Grund gehen wollen.

Impulse von außen sind weiterhin willkommen.

  • Welchen Anteil am Geschehen trägt jedEr Einzelne?
  • Welche unserer Bedürfnisse haben wir in den vergangenen Jahren übergangen?
  • Welche strukturellen Änderungen sind nötig und machbar?
  • welche Vision wollen wir miteinander teilen und mit Leben füllen?
  • Gibt es eine gemeinsame „Alltagssprache“ und genügend Empathie zueinander?
  • Und JedEr stellt sich natürlich die Frage: was ist mein Beitrag, damit ich hier in Gersdorf glücklich werden kann?

Das Miteinander-Leben ist ein sehr bewegender, belebender und auch anstrengender Prozess. deshalb wollen wir in den nächsten drei Monaten ein „Papier“ ausarbeiten und veröffentlichen, wie wir uns eine weitere Zusammenarbeit untereinander und auch mit Hilfe von außen vorstellen können. So können wir im Frühjahr auch wieder neue samen säen…Platz ist genug und Hoffnung auf einen Neuanfang allemal.

In diesem Sinne freuen wir uns auf die Zukunft und auf Euren Besuch!

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Ein Kommentar zu Situationsbeschreibung aus Sicht der KutscherhausbewohnerInnen

  1. Susanne sagt:

    Liebe Gersdorfer*innen,
    mich freut es sehr – na ja, „freuen“ trifft’s vielleicht nicht so ganz -, dass auch ihr in den heftigen Strudel des Wandels geraten seid, der euch herausfordert, die wirklich wichtigen Fragen und euch ganz neu auf zu stellen.
    Uns hier in Jahnishausen geht’s da nämlich im Grunde sehr ähnlich … und es erzeugt eine besondere Art von Mitgefühl und Solidarität, dass es – wie übrigens an vielen anderen (Gemeinschafts-)Plätzen auch – „dran“ ist, ganz neu zu schauen, was WIR wirklich miteinander wollen … und wer überhaupt dieses „WIR“ ist.
    Ich wünsche euch weiterhin Kraft und Freude
    Susanne

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